Didi Thurau und Träume in Rosa: App für die Giro-Etappe ins Martelltall

Rosa Trikot für Didi Thurau: Sonja Platzer und Georg Altstätter überreichten dem Ex-Profi und Giro-Etappensieger das begehrte Maglia Rosa © EURAC/Sabine Jacob
Rosa Trikot für Didi Thurau: Sonja Platzer und Georg Altstätter überreichten dem Ex-Profi und Giro-Etappensieger das begehrte Maglia Rosa © EURAC/Sabine Jacob



Er hat Etappen bei Giro und Tour gewonnen. Er ist ein ganz Großer des deutschen Radsports. Und er unterstützt eine innovative Idee: die Giro-App für das Martelltal, bei der sich Hobbyfahrer mit den Profis messen.


Dietrich "Didi" Thurau war zu diesem Anlass eigens nach Latsch (Vinschgau/Südtirol) gekommen. Und 36 Jahre nach seinem Prolog-Sieg beim Giro d'Italia gab es endlich das begehrte Maglia Rosa.



Text: Dr. Josef Bernhart/EURAC


Was 1978 genau passiert ist, weiß man bis heute nicht. Fakt ist, Didi Thurau gewann den Giro-Prolog. Genauso wie ein Jahr zuvor bei der Tour. Doch das Rosa Trikot blieb ihm verwehrt. Eine Gruppe von Fahrern kam mit Verspätung zum Start und hatte protestiert. Thurau war bitter enttäuscht, weinte heimlich. Über 36 Jahre nach dieser Enttäuschung nun das versöhnliche Ende. Beim Giro 2014 mit der Königsetappe ins Südtiroler Martelltal. Thurau bekam von den lokalen Giro-Organisatoren das begehrte Maglia Rosa überreicht und war sichtlich gerührt. Als Dank für seinen Einsatz um die Giro-App, eine innovative Idee, umgesetzt von einer Forschergruppe aus Bozen.


Latschs Vize-Bürgermeisterin Sonja Platzer und Georg Altstätter, seines Zeichens Bürgermeister von Martell, freuten sich mit über 80 Teilnehmern über die geballte Radsport-Prominenz für das Vinschgauer Giro-Tal. Neben Didi Thurau waren auch der Tiroler Ex-Profi Thomas Rohregger (Ö-Tour-Sieger 2008) und Jörg Jaksche aus Deutschland am 16. Oktober 2014 ins CulturForum Latsch gekommen. Beim Profi-Talk ging es nicht nur um innovative Technologien, sondern auch um das Thema E-Bike und Rad-Events als Wirtschaftsfaktor.
 
Besonders spannend war die Live-Vorführung der Giro-App, als die Vize-Bürgermeisterin von Latsch virtuell gegen den Landeshauptmann von Südtirol, Arno Kompatscher, antrat. Er hatte bereits eine Zeit auf der Teststrecke ins Martelltal vorgelegt. Zwar konnte Sonja Platzer dem Landeshauptmann nicht ganz folgen, aber zufrieden festhalten: "Die Idee hat viel Potential, und wir wollen als Sportdorf auch zukünftig weiter am Ball bleiben und uns entwickeln."
 
Mit dem Abend in Latsch wurde somit nicht nur ein Stück Giro-Geschichte geschrieben, sondern auch das INTERREG-Projekt der Europäischen Akademie Bozen (EURAC) mit dem Titel "O-STAR" in Zusammenarbeit mit der Freien Universität Bozen, der Universität Klagenfurt und der Südtiroler Landesverwaltung zu einem erfolgreichen und nachhaltig nutzbringenden Abschluss gebracht.


Links zur Giro-App:

 
 

 Sportreferentin contra Landeshauptmann: Sonja Platzer versucht die Zeit von Arno Kompatscher zu schlagen © EURAC/Sabine Jacob
Sportreferentin contra Landeshauptmann: Sonja Platzer versucht die Zeit von Arno Kompatscher zu schlagen © EURAC/Sabine Jacob

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