GE-CHECKT: Bergamont Encore Team

Sieht super aus und fährt noch besser: Bergamonts neues Enduro, das Encore, überzeugt auf dem Perser- und auf dem Wurzelteppich.  

Der Lenkwinkel beträgt 65 Grad, der Vorbau ist kurz und der Lenker breit; so läuft es überragend sicher die Trails herab. An der Dämpferaufnahme kan man das FlipChip-Inlay, das den Dämpfer hält, umdrehen. Einfach Inbus-Schraube öffnen und die Inlays umgekerht einsetzen, so erhöht sich der Lenkwinkel auf 65,7 Grad und der Sitzwinkel von 75,3 auf 76,1 Grad. Man sitzt also weiter über dem Tretlager, kurbelt leichter, der Körperschwerpunkt wandert weiter nach vorne und dadurch bleibt das Vorderrad auch an etwas steileren Passagen auf dem Boden. Ebenso unauffällig wie clever ist das Schwingenlager, das sich um die Hinterradachse dreht, statt um ein Lager außerhalb der Hinterradachse. Dies soll den wechselseitigen Einfluss von Bremse und Federung minimieren.

Die Teleskopstütze wird vom Lenker aus gesteuert, Dämpfer und Gabel funktionieren ohne Fernbedienung. Die Gabel darf Bergamont aufgrund der gemeinsamen Entwicklung als einer der ersten Hersteller verbauen. Vorbei ist der Spaß erst bergauf: Mit 13,4 Kilo (ohne Pedale) klettert es so zäh, wie es sich für ein gutes Enduro nun einmal gehört. Immerhin kann man einen Umwerfer montieren, also vom Mono-Kettenblatt auf Zweifach-Kurbeln umrüsten. Auch die Kettenstrebe ist durch einen Schützer bereits darauf vorbereitet. Tadellose Zugverlegung, die Züge kann man auch extern verlegen. Liebevolles Detail: Über dem kleinen Schlitz an der Rückseite des Sitzrohrs prangt eine winzige Spritzschürze gegen Wasserbeschuss vom Hinterrad.


Fazit: Klasse Gravity-Bike, eben typisch Bergamont. Genau wie der gute Preis.

 

 

 

 

Plus
•    fährt super
•    guter Preis
•    schlaue Details

 

 

 

 


Minus
•    FlipChip-Inlay wechselt sich etwas         hakelig. 

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