Der Lokalpatriot: Stadthelm von Abus

Wie bringt man Radfahrer in Münster dazu, einen Helm aufzusetzen? Das fragte sich einst der Helmhersteller Abus wegen der hohen Unfallzahlen in der Fahrradstadt Münster. So war die Idee des Münsterhelms geboren, aus dem dann später der Stadthelm wurde. Über 70 Städte und Regionen bieten den Stadthelm heute an.


Diese Idee entstand am so genannten Präventionsstammtisch in Münster, an dem unter anderem Vertreter der Stadtverwaltung, der Polizei, Ärzte und Fahrradhändler sitzen. Hauptinitiator war der Bundesverband der Kinderneurologiehilfe e.V. „Aufgrund der hohen Fahrraddichte in Münster ist die Unfallzahl ebenfalls recht hoch, und daraus resultierend auch Kopfverletzungen und neurologische Schäden, Schädel-Hirn-Traumata etcetera. Die Frage war: Wie schaffen wir es, Radfahrern in Münster einen Helm aufzusetzen?“, erzählt Torsten Mendel, der Marketingleiter von Abus. So war die Idee des Münsterhelms geboren, aus dem dann später der Stadthelm wurde.

 

Die Aktion läuft über teilnehmende Händler vor Ort und kann von Städten, Gemeinden und Regionen mit flankierenden Maßnahmen unterstützt werden. Die Händler werden von Abus mit POS-Material unterstützt, etwa mit Postern, Info-Flyern und Verkaufsdisplays. "Darüber hinaus hat die Aktion noch einen Social- oder Charity-Aspekt, denn von jedem verkauften Stadthelm spenden wir fünf Euro an den Bundesverband der Kinderneurologiehilfe“,

sagt Mendel.

 

Bei dem Helm handelt es sich um das Modell Urban-I, das von Abus in einem aufwendigen Verfahren mit den jeweiligen Städten und Regionen individuell bedruckt wird. Die Helmtragequote in Deutschland stieg in den vergangenen zehn Jahren von 7 auf immerhin 19 Prozent, so sagt es das Allensbacher Institut. Sicher zum klitzekleinen Teil auch Verdienst der Aktion Stadthelm.


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