Richtiger Umgang mit dem Pedelec-Akku: Beschädigte Akkus nicht weiterverwenden

Die Akkus von Pedelecs sind Hightech-Produkte, in denen 40- bis 50-mal so viel Energie steckt wie in einer Smartphone-Batterie. „Daran sollte man beim Umgang mit den Energiespeichern denken und sie entsprechend sorgfältig behandeln“, erinnert Jochen Hof, Sachverständiger bei DEKRA. 

Bild: "17-1503-2022-flyer-uproc2-zug-0191_web.jpg" - Quelle/Source [´www.flyer-bikes.com | pd-f´]
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„Vermeiden Sie unbedingt starke Stöße, achten Sie darauf, dass das Pedelec nicht umstürzt und lassen Sie den Akku niemals fallen. Auch sollte der Akku nicht stundenlang in der prallen Sonne oder im heißen Auto schmoren.“  Dies kann das Gerät schädigen und seine Lebensdauer verkürzen“, warnt der Experte.

 

Akkus haben einen hohen Sicherheitsstandard, absolvieren viele Tests und sind mit Schutzvorrichtungen gegen Überladung und Kurzschluss ausgestattet, dennoch macht ein pfleglicher Umgang Sinn: Ein Energiespeicher mit einer Kapazität von 500 Wattstunden (Wh) etwa setzt sich aus circa 40 bis 60 einzelnen Akku-Zellen zusammen, jeweils nur durch eine feine Schicht voneinander getrennt. Fällt ein Akku aus Versehen auf den Boden, kann dies die Trennschicht beschädigen und einen Kurzschluss verursachen. In der Folge ist eine Kettenreaktion möglich, die unter Umständen zu einem Brand oder im schlimmsten Fall zu einer Explosion des Akkus führen kann.

 

„Beschädigte Akkus dürfen in keinem Fall weiterverwendet werden“, betont Jochen Hof. Stellt man an einem Gerät äußerliche Beschädigungen, Aufwölbungen, austretende Elektrolytflüssigkeit oder Rückstände an den Polen fest, ist Vorsicht geboten: nicht mit bloßen Händen anfassen, nicht öffnen, sondern an einem sicheren Ort im Freien lagern, wenn möglich, mit Sand bedecken und rasch beim Händler oder Wertstoffhof entsorgen.

Auch beim Aufladen ist Achtsamkeit gefragt. Aufgrund der hohen Energiedichte ist es besser, den Akku nicht in der Wohnung, sondern im Keller oder Fahrradraum aufzuladen, am besten auf einem Steinboden und mit reichlich Abstand zu brennbaren Materialien.

 

Wichtig auch: Bedienungsanleitung beachten, ausschließlich ein Originalladegerät des Akku-Herstellers verwenden und optimalerweise im Temperaturbereich zwischen 10 und 20 Grad Celsius laden. Die Elektronik moderner Akkus verhindert in den meisten Fällen ein Laden, wenn die Akku-Temperatur Null oder über 40 Grad Celsius liegt.

 

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