Compliance im Fokus: ZIV führt Sanktionslisten-Prüfung für Mitglieder ein

Der ZIV – Die Fahrradindustrie setzt ein deutliches Zeichen für Rechtssicherheit und fairen Wettbewerb. Der Vorstand des Branchenverbandes hat einstimmig beschlossen, ein standardisiertes Prüfverfahren für Mitgliedsanträge einzuführen. Ziel ist es, sicherzustellen, dass keine Unternehmen in den Verband aufgenommen werden, die auf internationalen Sanktionslisten geführt werden. Damit reagiert der ZIV auf die zunehmende Komplexität globaler Wirtschaftsregime und schützt seine Mitglieder vor indirekten Sanktionsfolgen.

Das neue Verfahren sieht vor, dass künftig alle Antragsteller auf Eintragungen in relevanten Verzeichnissen, insbesondere der EU und der USA, geprüft werden. Dabei stehen primär Listen im Fokus, bei denen bereits eine einfache Zusammenarbeit zu sogenannten „Secondary Sanctions“ führen kann. Dieser Schritt ist für den Verband essenziell, um die eigene Compliance zu wahren und Risiken für alle Beteiligten zu minimieren.

Die wesentlichen Eckpunkte des Beschlusses:

  • Standardisierte Prüfung: Alle Neuanträge werden systematisch auf Sanktionen abgeglichen.

  • Ausschlusskriterium: Unternehmen auf relevanten Listen erhalten keine Mitgliedschaft; Anträge werden konsequent abgelehnt.

  • Bestandsschutz-Prüfung: Das Verfahren wird schrittweise auch auf bestehende Mitgliedschaften ausgeweitet.

  • Juristische Begleitung: Eine spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei unterstützt den Verband bei der rechtssicheren Umsetzung.

Sollten Unternehmen auf Listen stehen, die als „nicht-relevant“ eingestuft werden, behält sich die Mitgliederversammlung das finale Entscheidungsrecht über eine Aufnahme vor.

 

Verantwortung für fairen Wettbewerb

Burkhard Stork, Geschäftsführer des ZIV, betont die Vorreiterrolle des Verbandes bei diesem sensiblen Thema. Laut Stork ist Compliance keine bloße Formsache, sondern müsse aktiv abgesichert werden, um faire Wettbewerbsbedingungen zu garantieren. Der Verband sieht sich in der Pflicht, seine Repräsentanten und Mitglieder vor unbeabsichtigten rechtlichen Konsequenzen zu schützen, die durch Verbindungen zu sanktionierten Akteuren entstehen könnten. Durch die Transparenz im Prüfprozess soll zudem das Vertrauen innerhalb der Branche gestärkt und Wettbewerbsverzerrungen vorgebeugt werden.

 

Weitere Informationen unter: www.ziv-zweirad.de

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