Fahrradwirtschaft und Politik beim Frühlingsempfang in Ludwigsburg

Von links nach rechts: Dirk Zedler, Uwe Hüsch, Peter Hürter, Silke Gericke, Andrea Schwarz, Mareike Rauchhaus, Dorothee Heine, Günter Riemer, Wasilis von Rauch
Von links nach rechts: Dirk Zedler, Uwe Hüsch, Peter Hürter, Silke Gericke, Andrea Schwarz, Mareike Rauchhaus, Dorothee Heine, Günter Riemer, Wasilis von Rauch

Beim ersten Frühlingsempfang des Branchenverbands Zukunft Fahrrad am 23. April im Zedler-Institut in Ludwigsburg tauschte sich die Fahrradbranche mit Entscheider*innen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung zu aktuellen Herausforderungen und Chancen der Fahrradwirtschaft aus.

„Die Mobilitätswende wird nicht allein in Berlin entschieden, es braucht Angebote für den ländlichen Raum. Die Menschen vor Ort sind oft schon weiter als die Politik und würden gern mehr Fahrrad fahren. Wo es möglich ist, wird längst aufgesattelt“, sagte Wasilis von Rauch, Geschäftsführer von Zukunft Fahrrad. „Kommunen profitieren von regionalen Arbeitsplätzen und Wertschöpfung vor Ort. Baden-Württemberg mit seiner starken Ingenieurstechnik kann eine Beispielregion werden, wenn es um die Transformation der Mobilitätswirtschaft geht. Hier sind große Autobauer zu Hause, aber auch Weltmarktführer und internationale Player aus der Fahrradwirtschaft.“ 

  

Silke Gericke, Mitglied des Landtags Baden-Württemberg, erläuterte in einem Grußwort zu Beginn, was das Verkehrsministerium in Baden-Württemberg in Anerkennung der Relevanz der Branche für die Attraktivität des Radverkehrs tue und wie wichtig etwa ein flächendeckendes Radwegenetz über Ländergrenzen hinweg sei. Ihre Fraktion setzt sich auch für die so wichtige Novellierung der StVO ein.

 

Gericke leitete den Abend gemeinsam ein mit Günter Riemer, Bürgermeister von Kirchheim unter Teck und Vorsitzender der AGFK Baden-Württemberg und der Bürgermeisterin von Ludwigsburg, Andrea Schwarz. Die Politik war sich einig, dass es die starke Erzählung der Transformationsbranche brauche, um von der Kommune bis zur Bundesregierung alle mitzunehmen für mehr nachhaltige Mobilität in Stadt und Land.

  

Baden-Württemberg beherbergt wichtige Unternehmen der Fahrradbranche und hat große Ambitionen. Christoph Erdmenger, Abteilungsleiter nachhaltige Mobilität am Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, stellte die wichtigsten Vorhaben der Landesregierung in einem kurzen Impuls vor – unter anderem das ehrgeizige Ziel, den Kfz-Verkehr in Städten um 50 % zu reduzieren.

 

„Wir freuen uns über die große Resonanz und den spannenden Austausch mit so vielen Akteuren aus der Region. Unsere Mitglieder arbeiten vor Ort an der Mobilitätswende, ihr Engagement und ihre Expertise sind die Treiber der Transformation“, so von Rauch. Der erste Frühlingsempfang von Zukunft Fahrrad fand im Zedler-Institut statt, das auch zu den Gründungsmitgliedern des Verbands gehört. Die Teilnehmenden konnten einen Blick hinter die Kulissen werfen, wo im Prüflabor Fahrräder und Bauteile mit selbst entwickelter Spitzentechnologie auf Herz und Nieren geprüft werden. Das Firmengebäude ist  klimapositiv zertifiziert und Besucher:innen können sich in einer Ausstellung zu 200 Jahren Fahrradgeschichte informieren.

 

Gründer Dirk Zedler, Vorstand von Zukunft Fahrrad: „Baden-Württemberg gehört zur Spitze in Technologie und Innovationen und ist einfach lebenswert, mit attraktiven Arbeitsmöglichkeiten. Das hat es mit der Fahrradwirtschaft gemeinsam. Wenn auf Bundesebene zu wenig für den Radverkehr passiert, müssen die Länder vorangehen. Jetzt ist Pioniergeist gefragt, statt zu warten, ob alle mitziehen.“

 

www.zukunft-fahrrad.org