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Eva Lechner in Albstadt: 18. Platz nach Sturz und Kampf

Foto (Matt DeLorme): Eva Lechner: Rang 18 trotz Sturz im Weltcup von Albstadt
Foto (Matt DeLorme): Eva Lechner: Rang 18 trotz Sturz im Weltcup von Albstadt

Viel Schlamm und Stürze. Das Weltcuprennen im Cross Country im deutschen Albstadt war alles andere als gewöhnlich. Mehr Querfeldein als Mountainbike. Eigentlich ein Terrain, der Eva Lechner liegt, ist sie doch eine der erfolgreichsten Crosserinnen weltweit. In Albstadt konnte sich Italiens beste Moutainbikerin unter den besten Zwanzig platzieren.

Die ewige Siegerliste beginnt mit Eva Lechner. Sie hat im Jahre 2013 einen eindrucksvollen Sieg auf der schwäbischen Alb errungen. Das waren noch Zeiten. Derartige Erfolge kann die sympathische Südtirolerin derzeit nur im Querfeldein aufweisen. Auf dem Mountainbike ist es seit einigen Jahren ein harter Weg zurück in die Weltspitze. Eva Lechner, bekanntermaßen eine emsige Kämpferin hat sich das Ziel klar gesteckt und in diesem Jahr soll wieder der Anschluss an die internationale Elite gelingen. „Ich bin guter Dinge, habe gute Beine und die Vorbereitungen sind sehr gut verlaufen“, sagt Eva Lechner, die für das US-Team Clif fährt. 

 

In Albstadt hat Eva Lechner auf sehr schwierigem Boden ein respektables Ergebnis eingefahren. Dass sie Italiens Fähnchen in der internationalen MTB-Elite seit Jahren alleine hochhält, ist schon fast selbstverständlich. Dass es nun aber immer besser läuft nach Jahren der Überbelastung, erfreut nicht nur Eva Lechner, sondern auch ihren Betreuerstab und Trainer. Dieser ist bekanntlich der Ex-Profi Luca Bramati, selbst sowohl im Radcross als auch auf dem Mountainbike erfahren und erfolgreich. 

 

Das Rennen in Albstadt, bei dem fast jede Fahrerin zu Sturz kam, stand ganz im Zeichen eines eindrucksvollen Sieges der Schweizerin Jolanda Neff. Auch sie stürzte zwischenzeitlich, hatte aber immer einen unangefochtenen Vorsprung auf ihre Gegnerinnen. Im Ziel zeigte sie sich überglücklich und meinte, dass ihr die schweren Bedingungen vollends entgegenkommen. Das fiel nicht schwer zu glauben, hatte man das Rennen und ihre Frische nach dem Zieleinlauf gesehen. Jolanda Neff übernimmt damit auch die Weltcupführung. Eva Lechner kam am Ende auf den 18. Platz, mit einem Rückstand von acht Minuten und 43 Sekunden auf die Siegerin. Das sind 70 Weltcuppunkte mehr auf ihrem Konto und die Hoffnung, dass es in einer Woche im tschechischen Nove Mesto weiter aufwärts geht. 

 

Text: Dr. Josef Bernhart

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